Norwegen 2001, Teil 2: Entlang der Küste

Wir haben den Tipp bekommen, nur bei gutem Wetter entlang des Meeres zu fahren. Deshalb entscheiden wir uns am 25. Juni 2001, über die Küstenstrasse 17 in den Norden zu reisen und später durch das Hinterland zurückzukehren – die Richtige Wahl, wie sich noch herausstellen wird. Zwar ist es trocken doch hängen tiefe Wolken über den Bergen – es gibt daher nur wenige Fotos von diesem Abschnitt der Route. Das ist leider nicht die gewünschte Aussicht, doch wir können uns das Wetter nicht aussuchen.
Wer sich auf die Route 17 einlässt, muss Geduld mitbringen. Die zerklüftete Küste Norwegens erlaubt keine durchgehende Strasse und so müssen wir alleine heute drei mal eine Fähre benutzen. In Tjötta beziehen wir gleich in der Nähe des Fährhafens Quartier.

Route 25.6.2001

Der PolarkreisAm 26 setzen wir die Route 17 in Richtung Norden fort. Es ist saukalt geworden aber das Wetter bleibt überwiegend trocken. Auf einem etwas längeren Fährabschnitt zwischen Kilboghamn und Jektvik (Kartenausschnitt D – E) überqueren wir den Polarkreis. Dunkle Nächte gibt es bereits seit Tagen nicht mehr, aber ab hier geht die Sonne gar nicht mehr unter. Um das zu sehen muss sich aber erst einmal die Bewölkung lösen. Um überhaupt noch schlafen zu können müssen wir jede Nach die Fenster der Hütten mit Decken oder Handtüchern abdunkeln.
Abbruch des Svartisen-Gletschers Im weiteren Verlauf der Tour umfahren wir den Svartisen-Gletscher und passieren dessen Abbruchkante. Man könnte mit einem Boot von der Route 17 aus über einen Fjord übersetzen und zum Gletscherabbruch laufen. Uns ist das Wetter für diesen Ausflug allerdings zu bescheiden. In Melvik finden wir einen netten Campingplatz direkt am weissen Sandstrand.

Route 26.6.2001

Überfahrt nach SörvagenWir brechen am 27. in Richtung Bodö auf. Auf dem Weg dorthin passieren wir den Saltstraumen. Hier gibt es eine nur wenige Meter breite Verbindung zwischen Fjord und dem offenen Meer. Im Wechsel der Gezeiten bildet sich ein reissender Strom, mal in und mal aus dem Fjord.
In Bodö reservieren wir einen Platz auf der Abendfähre, welche und zur Südspitze der Lofotoen übersetzt. Bereits während der Bootsfahrt verbessert sich das Wetter, was auf sonnige Tage hoffen läßt. Waale begleiten die Fähre, doch da sie nicht wie in Naturfilmen aus dem Wasser hüpfen, können wir die Art nicht genau bestimmen.
In Sörvagen angekommen mieten wir uns für zwei Tage in einer malerisch gelegenen Rorbuer am Sörvagvatnet ein.

Route 27.6.2001

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