Verpackungssünder, Teil 2

Die ganze IT-Industrie spricht permanent über das Stromsparen und den Umweltschutz. Hersteller achten auf CO2-arme Fertigungsprozessen, doch das gilt scheinbar nur für die Geräte selbst, aber nicht deren Verpackungen.

So liefert EMC zu einem Testgerät ein halbes Dutzend Pappkartons mit Zubehör. Darunter findet sich auch eine große Box mit der Aufschrift: “Vorsicht, zerbrechlich”. Der Inhalt der Kiste besteht größtenteils aus stossdämpfenden Plastikkissen — und einer deutlich kleineren Kiste mit der Aufschrift:”Softwarelizenz”. Eine zerbrechliche Lizenz? Naja, vielleicht ist auch noch eine CD drin.

Aus der kleineren Box fällt ein Kuvert mit “valuable Documentation”, also doch keine CD oder DVD. Im Kuvert stecken letzten Endes nur ein paar zusammen geheftete Seiten mit den mehrsprachig ausgedruckten Lizenztexten von EMC.

Also braucht EMC für ein paar DIN-A4-Seiten eine richtig große Pappschachtel mit Dämmaterial — ich will nicht wissen, wie EMC etwas tatsächlich zerbrechliches einhüllen würde.

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