Vsphere VMs nach KVM konvertieren

Der Umzug einer Linux-, Windows-2008R2- oder -7-VM von Vsphere 5 nach KVM funktioniert prinzipiell ganz simpel:

Einfach einen Klon der VM auf einen NFS-Datenträger erstellen oder die VM via Storage Vmotion dort hin verschieben. Die Ziel-VM sollte dabei eine Fat-provisioned VMDK verwenden.
Die NFS-Freigabe auf dem KVM-Host mounten und das „Flat“-VMDK-File in ein QCOW-Image konvertieren:

kvm-img -O qcow2 /nfsfreigabe/vmdk-flat.vmdk /var/lib/libvirt/images/ziel.qcow2

Anschließend auf dem KVM-Host eine VM erstellen und die Disk als IDE-Laufwerk zuweisen (bei Linux-VMs: VirtIO). Windows 7/2008 passt die Treiber automatisch an die Umgebung an. In der neu gestarteten KVM-VM müssen dann nur noch die VMWare-Tools entfernt und die VirtIO-Treiber für KVM (Download über Redhat oder Fedora-Website) installiert werden

Windows XP mit Treiber-Inject

Windows XP passt sich leider nicht automatisch an die neue Umgebung an. Eine wie oben beschrieben übertragene XP-VM endet unter KVM mit einem Blue-Screen. Vor der Konvertierung muss der Anwender erst einen Registry-Patch einspielen, der die Standard-IDE-Treiber aktiviert. Dazu auf http://support.microsoft.com nach dem Schlüsselwort „mergeide.reg“ suchen. Dort findet sich ein KB-Eintrag mit dem ausführlichen Registry-Patch. Damit dieser Funktioniert müssen zudem die IDE-Treiber atapi.sys, intelide.sys, pciide.sys und pciidex.sys in %systemroot%/system32/drivers vorhanden sein.
Falls einer der Treiber fehlt lässt er sich aus %systemroot%/Driver Cache/i386/driver.cab extrahieren.